Märchen-Powder-Skikurs 2019

Es war einmal in einem Bergkessel der steirischen Alpen wo sich seit vielen Jahren eine illustre Schar von Turnern und Turnerinnen einfand um gemeinsam dem Schneesport zu frönen. Die Gruppe aus Gumpoldskirchen reiste mit einem Autobus an  und schon auf der Autobahn konnten die ersten flecken Schnee aufgespürt werden. Je näher sie ihrem Ziel kamen umso winterlicher wurde das Land. Die Bäume hatten mit jedem Kilometer mehr Schnee  auf ihren Ästen liegen und krümmten diese zunehmend Richtung Boden, wie wenn sie versuchen würden so den Schnee abzuwerfen. Aber nichts half gegen die weiße Pracht.  Die Straße die auf die Planneralm führten war  nur noch durch die farbigen Schneestangen  an den Straßenrändern erkennbar. Doch für den Busfahrer der den Weg  sicher schon 24-mal gefahren ist war es überhaupt kein Problem. Er manövrierte den Bus  als wäre es ein Zweisitzer. Oben angekommen konnten es nicht nur die kleinen kaum erwarten bis der Busfahrer die Türen öffnete, nein, auch die großen waren froh wieder hier zu sein.  Ungeduldig  drängelten sich die Kinder zu den Bustüren vor und als diese aufgingen stürmten sie hinaus in den Schnee. So schnell wie möglich wurden Schneebälle geformt und eine kleine Schneeballschlacht brach aus bis die Erwachsenen ein Machtwort sprachen und alle gemeinsam den Bus ausräumten.

Am Abend nachdem alle gegessen hatten trafen sich die  87 im Gemeinschaftraum des Gasthauses und ließen fröhliche Lieder erklingen, dass es im ganzen Dorf nur so hallte. Es wurde schnell später und irgendwann waren alle ins Bett gegangen, doch was Sie nicht merkten war, dass draußen ein gewaltiger Schneesturm zu toben begonnen hatte der auch die folgenden Tage unglaubliche Massen an Schnee bringen sollte. Trotz des vielen Schnees und des starken Windes war die gute Laune der Gumpoldskirchner nicht zu trüben und sie schmissen sich in ihre Ski- und Snowboardanzüge und zogen hinaus auf die Piste um die tollsten Spuren im Tiefschnee zu hinterlassen. Powder war ja genug über Nacht gekommen und so konnte man direkt auf der Piste schon Tiefschnee fahren. So zogen sie alle ihre Spuren und wenn sie wieder oben am Berg waren, sah die Piste wieder so aus, wie wenn noch niemand gefahren wäre. Am Abend kamen wieder alle zusammen um gemeinsam zu musizieren, verschiedene Spiele zu spielen oder in der Gruppe ihre Märchen schauspielerisch zu präsentieren. Hexen, Zwerge, Prinzessinnen  und so manchen bunten Vogel konnte man sehen. Alle hatten viel Spaß doch als es wieder darum ging den Weg nach Hause anzutreten meldete sich eine junge Dame und sagte“ der Weg hinunter könnte schon ein Problem werden!  Wieso?“ riefen die anderen und sie begann es zu erklären. „ Naja ist euch vielleicht der ganze Schnee da draußen aufgefallen? Oder der Hubschrauber der öfter über uns flog? Wenn es weiter so schneit haben wir Pech und es ist die einzige Straße hinunter gesperrt und dann sitzen wir alle hier fest.“ Die Menge tobte und so mancher  flüchtete vor lauter Schreck auf die Dornbuschhütte um sich zu beruhigen.

Die restlichen diskutierten weiter was man denn machen könnte um doch sicher wieder nach Hause zu kommen. Was sich in dieser Zeit jedoch auf der Dornbuschütte zutrug hätte nahezu über das Schicksal der Gruppe entschieden. Auf der Dornbuschhütte lebte ein alter Wirt der weitgereist war und auf der Planneralm sein Lager aufschlug. Ein Wirt der jedoch mehr vermochte als nur die Gläser der Gumpoldskircher wieder aufzufüllen. Er konnte  seine Gäste verzaubern. Ein gewaltiger Zauber war sein Geheimnis der es den Gumpoldskirchnern nahezu unmöglich machen sollte je wieder diesen Ort zu verlassen. „ Mit jedem Schluck Bier, mit jedem Schluck Wein solls draußen schneien dass niemand geht heim. Mit jedem Schluck Schnaps mit jedem Kakao  vergesst Ihr dass ich euch eure Zeit klau.“ So saßen sie nun auf der Dornbuschhütte sangen Lieder, tanzten und  tranken. Die Zeit verging  und es wurde später und später. Keiner der Gruppe merkte es.  Im Gasthaus war es ruhig geworden und Königin Raisabsigmoz die Herzige wunderte sich wo denn alle blieben. Immerhin war es Essenszeit und so schickte sie eine Brieftaube auf den Weg zur Dornbuschhütte. Doch keine Antwort kam zurück und Sie fühlte  dass da etwas nicht stimmen konnte. So beschloss Sie selbst den weiten Weg dorthin zu bewältigen und ihre Freunde aus den Fängen des bösen Wirtes zu befreien. Als Sie bei der Hütte ankam und diese betrat merkte sie, dass alle unter einem Zauber standen. Keiner hörte was Sie sagte und alle sangen und tanzten fröhlich weiter. Aber irgendwie sollte es doch möglich seine den Zauber zu brechen. Sie versuchte Wasser in die Gläser zu mischen, begann den Leuten ihre Jacken anzuziehen doch nichts half. Sie grübelte vor sich hin  und dachte an eine Geschichte die Ihr ein weiser alter Mann einmal an einem Heurigenabend erzählte. Ein schriller lauter Schrei kann sogar den stärksten Zauber brechen.  Sie holte Luft und stieß den schrillsten lautesten Schrei aller Schreie aus und … tatsächlich. Sie konnte den Zauber des bösen Wirtes brechen  und das Wetter wurde gerade gut genug das alle nach Hause fahren konnten.

Und wenn sie nicht gestorben sind so fahren sie im nächsten Jahr wieder auf die Planneralm.